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Besonderes

Post für Jule HuschNummer drei HolunderbuschHonighäschen, ZuckerhaseGestern sah ich Deine Nase,Deine Pfoten, Deine OhrenHab mein Hasenherz verloren.Ohne Herz kann ich nicht lebenWirst du mir das deine geben?Ruf mich an, ich warte soEs grüßt dichHase Romeo

von Anne Steinwart

In einem Inserat steht: „8-jähriger Hase, männlich, mit Käfig und Zubehör zu verschenken“; bei solchem Text klingeln bei mir schon alle Alarmglocken, ich rufe an und erhalte folgende Hintergrundinformationen:Schnuffl gehört der Tochter, die ist 12 Jahre alt, mag ihn nicht mehr behalten, hat „keinen Bock mehr“, deshalb muss er jetzt weg; wenn ihn niemand nimmt, werde man ihn einschläfern lassen müssen, aber das will man eigentlich nicht. Die ersten 2 Jahre stand er im Kinderzimmer, aber dann hat er angefangen zu stinken, seitdem steht er auf dem Balkon (Sommer wie Winter in einem normalen Drahtkäfig!). Kastriert ist er natürlich nicht, das war nicht nötig, er war ja eh immer allein. Nur gewaschen haben sie ihn manchmal, aber er sei ganz gesund, sie waren nie mit ihm beim Tierarzt.Natürlich habe ich Schnuffl (Moses) abgeholt, ein winziger, wildfarbener, gerupfter, abgemagerter Zwerg und stelle fest, dass er das Heu nicht frisst sondern nur aufnimmt und wieder fallen lässt. Mein Verdacht bestätigt sich am nächsten Tag beim Tierarzt: ein Zahn ist ihm über einen Zentimeter tief in die Backe gewachsen, ein weiterer ist total vereitert und muss gezogen werden, jede Kaubewegung bereitete ihm große Schmerzen – einschläfern lassen wäre gar nicht nötig gewesen: er wäre vor vollem Futternapf verhungert!Ich habe ihn wochenlang gepäppelt, bis er wieder selbst fressen konnte und sich erholt hatte; sein Fell wurde schön, weil er sich wieder putzen konnte und er lernte auf seine alten Tage noch, auf das Dach seines Stalls hochzuspringen; als er kräftig genug war, wurde bei einer der Folgebehandlungen seiner Zähne die Narkose genutzt ihn gleich noch zu kastrieren und es fand sich ein Plätzchen für ihn bei einer lieben Tierschützerin, die für ein weibliches Notkaninchen einen Partner suchte: die beiden verstanden sich auf Anhieb und Moses zog um. Leider verblieb ihm nicht mehr viel Zeit sein Glück zu leben: nach wenigen Wochen lag er morgens tot im Zimmer – aber er schien friedlich und sanft gegangen zu sein.

nach einigen Wochen

Moses bei seiner Ankunft,

und zusammen mit Cloudy.

Im Sommer bekam ich ein Widder-Böckchen, gab ihm den Namen Basti und vermittelte ihn nach seiner Kastration an einen - wie ich meinte - guten Platz. Er kam zu einem anderen Kaninchen in ein Freigehege, das auf meine Vorkontrolle hin noch vergrößert wurde. Die Familie holte ihn morgens ab, abends erhielt ich einen Anruf, Basti würde sein Bein "so merkwürdig nachziehen". Ich fuhr gleich hin und habe die neuen Besitzer sofort (Sonntagabend) zu meiner Tierärztin geschickt: tatsächlich hatte der arme Basti einen komplizierten Trümmerbruch am rechten Hinterlauf (durch falsches Hochheben /Festhalten, Fallen lassen?), inoperabel, das Bein musste amputiert werden.Die Familie holte Basti danach wieder zu sich, fing aber an, mit mir über die Rechnung zu streiten: sie hätten das Tier schon so erhalten, es sei "so aus der Transport-Box gekommen"! warum sie mich dann erst abends angerufen hatten, blieb ihr Geheimnis...Einige Wochen nach der OP besuchte ich meinen kleinen Schützling und fand ihn bei schon kalten Nachttemperaturen (Mitte Oktober) bis auf die Knochen abgemagert vor, er hätte dort nicht mehr lange durchgehalten, er hatte offensichtlich keine ordentliche Nachsorge nach der schweren Operation und zudem wohl schlichtweg nicht genug zu fressen bekommen. Ich nahm ihn auf der Stelle wieder mit, holte ihn in die Wohnung rein und päppelte ihn viele Tage lang auf, bis er wieder ganz vergnügt und gut genährt war. Die Familie verweigerte daraufhin allerdings ganz offen die Zahlung der (Amputations-) Rechnung. Mithilfe eines Spendenaufrufs gelang es mir glücklicherweise die Summe aufzubringen - allen Unterstützern an dieser Stelle nochmals meinen herzlichen Dank!Basti selbst fand ein liebevolles neues Zuhause bei einer ebenfalls behinderten (EC-) Kaninchendame und sie scheinen sehr glücklich miteinander zu sein. Unter http://www.kaninchenraum.jimdo.com/kaninchen/meine-kaninchen/fotogalerie-meiner-kaninchen/ kann man nachlesen, wie es den beiden aktuell geht. Adresse bitte rauskopieren, Verlinkung funktioniert derzeit nicht, wir arbeiten daran ;.)

Da Basti sich zum Putzen nicht mehr auf beide Hinterbeinchen setzen kann, hat er seine eigene Methode entwickelt und legt sich dafür einfach auf die Seite (oben rechts). Basti mit SusiSusi hat eine extreme Kopfschiefhaltung von ihrer EC-Erkrankung zurückbehalten. Der Zuneigung der beiden zueinander tun ihre Behinderungen, wie man sieht, keinen Abbruch.

Im Lauf der Zeit kreuzen viele Kaninchen meinen Weg, manche bleiben mir wegen ihres besonderen Schicksals auch besonders in Erinnerung. Von ihnen wird hier erzählt...

Moses

Kurz nachdem Basti wieder bei mir eingezogen war, rief mich meine Tierärztin an und fragte, ob ich ein völlig verwahrlostes Kaninchen, das bei ihr abgegeben worden war, aufnehmen und pflegen könnte. Tomte, so nannte ich ihn, war in einem fürchterlichen Zustand: die Zähne ragte ihm kreuz und quer aus dem Maul heraus, die Krallen waren mindestens 3 cm lang, zudem hatte er Durchfall und sein Bauch und die Hinterbeine waren kotverschmiert und rot entzündet. Obwohl kein kleines Kaninchen wog er nicht mal mehr ein Kilo, überall stachen seine Knochen hervor und sein Fell wirkte wie eine lose darüber geworfene Decke. Er war zu schwach für eine Narkose und meine Tierärztin kürzte lediglich seine Zähne und Krallen.Ich nahm ihn mit zu mir nach Hause. Meine Patienten halte ich immer in meinem Wohnzimmer - Basti und Tomte wurden Nachbarn. Tomte hockte die ersten Tage nur völlig entkräftet und apathisch da, aber er hatte sich nicht aufgegeben, er war ein Kämpfer und er machte dankbar mit bei allen Versuchen, ihn zu retten.Ich päppelte ihn regelmäßig mit Rodicare-Brei, stellte ihm alle erlesenen Köstlichkeiten, die mir einfielen vor die Nase, behandelte seinen Durchfall gegen Kokzidien und seine entzündete Haut mit einer Salbe und schon nach kurzer Zeit erwachten seine Lebensgeister wieder, die Haut verheilte, das Fell wuchs nach, er fing an selbständig zu fressen, nahm stetig an Gewicht zu (100 gr pro Woche!) und er zeigte Interesse für seine Umgebung.

Tomte

Basti hatte Freilauf im ganzen Wohnzimmer und kam immer mal zu Tomte auf einen Besuch vorbei und eines Tages war Tomte dann kräftig genug, aus seinem Käfig auszusteigen und Basti einen Gegenbesuch abzustatten – von da an verbrachten die beiden die meiste Zeit miteinander!Alles schien gut zu werden und ich war sicher, dass ihm noch ein schönes Kaninchenleben bevorstehen würde, umso fassungsloser war ich, als ich eines Abends feststellte, dass er sich kaum noch bewegte, nicht fraß und sich auch nicht päppeln lassen wollte – ein Blick in seine Augen und ich wusste, dass wir verloren hatten – er starb noch am selben Abend genauso sanft wie er die kurze Zeit bei mir gelebt hatte.

Basti

Kaninchenstation Freiburg

Julia und Flockegeb. 2001, sind meine beiden Omas. Sie wurden 2010 wegen Umzugs abgegeben. Die beiden haben hier einen Gnadenhofplatz erhalten und können nun gemeinsam einen ruhigen Lebensabend auf der Kaninchenstation verbringen und sich auf ihre alten Tage noch etwas verwöhnen lassen. Im Februar 2012 musste Flocke eingeschläfert werden, Julia zog im April 2012 zu einem etwa gleichaltrigen Kaninchenmann, Woody, nach Rheinland-Pfalz. Sie starb im Januar 2013, Woody folgte ihr wenigen Wochen später.

Julia - Julchen 23. Juli 2012heute erhielt ich folgende mail von Julchens neuem Zuhause (mit Fotos):"... endlich ist es mir gelungen mal ein paar Beweisfotos zu schießen. Julchen wälzt sich. Das kann ich Ihnen unmöglich vorenthalten" - aber sie kann auch ganz ladylike!

Momo gestorben am 8. August 2011Momo kam 2005 zu uns, sie war ein Fundtier und niemand wusste, wie alt sie war. Ich hatte im Internet ein Bild von ihr gesehen und sie als Partnerin für Pepe ausgewählt. Dieser war damals noch sehr temperamentvoll und es war nicht einfach, die Passende für ihn zu finden.Erst Momo, die kleine sanfte zärtliche Kaninchendame, hat es geschafft ihn zu zähmen und um die Pfote zu wickeln, er jagte sie zwar ab und zu heftig, aber sie war sehr flink und nahm ihm dafür regelmäßig sein letztes Möhrenstückchen weg - er hatte keine Chance es wieder zu bekommen, so dass er mir manchmal fast leid tat ;-).Als Momo älter wurde erblindete sie nach und nach, zuerst auf einem dann auf dem 2. Auge, ihr letztes Jahr war sie komplett blind und Pepe wurde ganz vorsichtig und rücksichtsvoll mit ihr; sie wurde sehr alt und gegen Ende ziemlich orientierungslos, oft hockte sie in Schieflage da und drohte immer zur Seite zu kippen - ich habe mehr als einmal beobachtet, dass Pepe sich dann neben sie legte und sie stützte, so dass sie sich an ihn anlehnen konnte, er hat sie bis zu ihrem Tod begleitet.

Schnüpper gestorben am 11. September 2012Schnüpper war mein erster Mümmelmann, er öffnete mir Augen und Herz für Kaninchen und ihren besonderen Charme!Ich entdeckte ihn im Mai 2004 mit seiner Mama und seinen Geschwistern "zufällig" in einer dunklen abgelegenen Ecke eines Pferdestalls und konnte ihn und 5 Geschwister mitnehmen, sie waren so zart und klein und krank, dass drei von ihnen in den nächsten Tagen starben, Schnüpper und seine Schwestern Sternchen und Flöckchen lebten weiter, aber nicht lange, Sternchen verlosch im Juni und Flöckchen fiel im August tot um, nur Schnüpper überlebte. Schnüpper war ein sanfter Riese, mein "Elefantenhase", ruhig, freundlich, souverän und sehr verschmust. Seine erste Partnerin war Luna, ihr folgte Nandi, die ihm viele Jahre Gesellschaft leistete und dann kam Anjali. Diese war immer schon in Schnüpper verliebt gewesen und hatte mehrfach versucht zu ihm zu gelangen, eine Zeitlang lebten auch alle drei zusammen, aber Nandi sah das gar nicht gerne und wurde zur Furie.Das Leben mit Anjali war für Schnüpper vom ersten Moment an Harmonie pur, es gab überhaupt keinen Streit zwischen ihnen! er genoss diese Jahre mit ihr sehr, er war vollkommen zufrieden, entspannt und glücklich. Man kuschelte zusammen, fraß zusammen, schlief nebeneinander - sie waren unzertrennlich.Schnüpper starb mit 8 1/2 Jahren nach einer OP, er kam nicht mehr aus der Narkose zurück - das war ein furchtbarer Schock - aber: es ist ihm erspart geblieben alt und krank zu werden, dahinzusiechen, wegen Diagnosen und Therapien zu Tierärzten geschleppt zu werden - was er so fürchtete. Er ist gegangen, als er am glücklichsten war, vielleicht hat er es so gewählt.Mir fehlt er entsetzlich, jeden Tag, ich werde ihn nie vergessen und ich danke ihm für die gemeinsame Zeit.

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Pepe gestorben am 9. Januar 2014 Nach einer Zahnbehandlung hat er sich nicht mehr von der Narkose erholt und ist zwei Tage danach friedlich eingeschlafen, es war ein sanfter Tod, er war zuhause, seine Tinker war bis zum Schluss bei ihm und auch ich konnte ihn begleiten und mich verabschieden. Darüber bin ich bei aller Trauer sehr froh und dankbar!Zu Pepe hatte ich von all meinen Kaninchen die engste Verbindung.Er war ein Kaninchen der ersten Stunde und hat mich fast 10 Jahre lang begleitet. Er war eine starke Persönlichkeit, zeigte immer deutlich, was er wollte und was nicht. Er war ein echter Clown und ein großer Kämpfer: zweimal hat er sich von einer schweren Kieferabszess-OP erholt und sein Leben in vollen Zügen genossen.Nun ist er gegangen und er hinterlässt eine Lücke, die schmerzt.


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